Unternehmensgeschichte

Im Jahr 2000 erwachte ein neuer Handwerksbetrieb im oststeirischen Neudau zum Leben. Alois Schwar machte seine Leidenschaft zum Beruf und gründete Schwar Sandstrahlarbeiten. Doch schon viele Jahre zuvor brachte ein Ford Escort das Sandkorn ins Rollen. Das erste Auto von Firmengründer Alois Schwar hatte verchromte aber verrostete Zierringe an den Felgen. „Ich ließ sie neu verchromen, doch vorher musste natürlich der Rost entfernt werden. Da kam ich zum ersten Mal in Berührung mit der Sandstrahltechnik und war sofort Feuer und Flamme.“
In den 1980er-Jahren folgten erste Erfahrungen mit dem Sandstrahlen von Holz. „Mein erster Versuch war mit einer alten Holzdecke in meiner damaligen Wohnung. Ich scheiterte jedoch kläglich an der enormen Staubentwicklung.“ Damals fehlte einfach die notwendige Ausrüstung und Erfahrung.

Aus einer Leidenschaft wird ein Unternehmen

Im Jahr 1996 kaufte Firmengründer Alois Schwar in Neudau ein altes Bauernhaus. Vier Jahre später begann er mit der Sanierung von Grabsteinen und kleinen Denkmälern. Eine Reinigung mit einer Drahtbürste oder Ähnlichem wäre sehr mühsam und zeitaufwändig gewesen und hätte obendrein nicht den gewünschten Erfolg gebracht. So kam er wieder auf das Sandstrahlen zurück.

Das Unternehmen wächst

Nach sehr intensiven „Lehrjahren“ folgte im Jahr 2003 die Anschaffung einer größeren Druckstrahlanlage. Diese Anlage war wesentlich leistungsfähiger, was nun auch die Abwicklung umfangreicherer Projekte möglich machte. Nach und nach musste Alois Schwar auch Mitarbeiter einstellen, um das Arbeitspensum zu schaffen. „Ich habe sehr viel über die verschiedenen Strahlmittel, Körnungen, Strahldruck und Oberflächen gelernt.“ Das machte Alois Schwar und sein Team zu Experten im Umgang mit empfindlichen Oberflächen und wie man diese so schonend wie möglich von Verunreinigungen, Farbe, Rost, Schimmel und Ähnlichem befreien kann. Die zu behandelnden Oberflächen sind sehr verschieden: Holz in allen Formen und Verwitterungen, Stein, Ziegelwerk, Metall oder Glas.

Holz rückt ins Zentrum

Das Aufgabengebiet verlagerte sich neben der Grab- und Denkmalsanierung auf viele weitere Gebiete wie Kellersanierungen, Bodenbeschichtungen, Verkauf und Verarbeitung von Leinöl und Leinölfarbe, das Gravieren von Glas und Stein sowie das Restaurieren von Holzoberflächen bis hin zu Metallgegenständen. „Wir sanieren nahezu alles rund um Haus und Garten, aber auch Kleinteile und Antiquitäten.“ Heute ist das Spezialgebiet von Schwar Retaurieren – Strahltechnik & Leinölfarbe das Renovieren von empfindlichen Oberflächen, vor allem von Holz.

Die Wiederentdeckung von Leinöl

Die Kunden waren auch daran interessiert, wie und womit die nun gereinigten Oberflächen geschützt und gepflegt werden sollen, damit diese möglichst lange so bleiben. Daraufhin begann Alois Schwar nach Möglichkeiten und Materialien zu suchen und mit verschiedenen Methoden und Produkten zu experimentieren. Immer wieder stieß er dabei auf Produkte auf Öl-Basis beziehungsweise mit Öl-Zusatz, vor allem mit Leinöl. „Ich habe einige ausprobiert, war aber nie wirklich überzeugt.“
Im Jahr 2012 gab es erstmals Versuche mit „reinem Leinöl“. Das brachte das große „AHA-Erlebnis“. Es handelte sich um ein reines Naturprodukt, enthielt keinerlei Zusätze und Lösemittel, war unverarbeitet und hatte Eigenschaften, welche die bis dahin probierten Industrieprodukte nicht hatten:

  • dringt tief ein
  • blättert nicht ab
  • kein Anschleifen beim Überstreichen
  • ist diffusionsoffen, d.h. Feuchtigkeit kann durch den Anstrich ausdunsten
  • ist langlebig und
  • chemiefrei

Allerdings benötigt reines Leinöl zum Aushärten etwas länger. Dies ist der Hauptgrund, warum reines Leinöl aus der Mode gekommen ist. Andererseits ist gerade diese lange Aushärtezeit verantwortlich für die guten Eigenschaften des Leinöls. „Ich kenne außerdem kein anderes Produkt, das auf annähernd so lange Erfahrungswerte zurückgreifen kann.“
Sogar für Metall, Stein und Ziegel ist Leinöl eine gesunde Alternative zu lösemittelhältigen Anstrichen, Lacken oder hautbildenden Dispersionen. Für Eisen gibt es keinen besseren Rostschutz als Leinölfarbe (Eisenmennige), Mauerwerk wird verfestigt, Lehmputz wird durch einen Anstrich mit reinem Leinöl wasserfest und bleibt trotzdem diffusionsoffen. Auch als Fassadenfarbe auf Kalkputz eignet sich Leinölfarbe hervorragend.
Schwar Restaurieren – Strahltechnik & Leinölfrabe verbindet die alte Technik des Sandstrahlens mit dem altbewährten Leinölanstrich und macht es durch die Kombination mit modernen Techniken im 21. Jahrhundert salonfähig. „Wir bringen alte Dinge wieder zum Strahlen und verhelfen diesen zu einem neuen Erscheinungsbild und langer Haltbarkeit.“

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